1. Jahrhundert v. Chr.

Der Kult der Nitrodi-Nymphen

Lange bevor die Wissenschaft ihre Eigenschaften verstand, galt die Quelle von Nitrodi als besonderer Ort. Der Überlieferung nach hüteten die Nymphen die Reinheit ihres Wassers und den Reichtum der Kräuter, die entlang des Tals wuchsen.

Soldaten, Ärzte und Reisende kamen nach Ischia auf der Suche nach Linderung für ihre Haut. Zum Dank hinterließen sie Weihinschriften an Apollo und die hütenden Nymphen, Zeugnisse, die bis heute erhalten sind.

1. Jahrhundert n. Chr.

Das Zeugnis von Plinius dem Älteren

Mit der Ausdehnung des Römischen Reiches drang der Ruf der Quelle über die Insel hinaus. Plinius der Ältere beschrieb in seiner Naturalis Historia die außergewöhnlichen Eigenschaften der Wässer von Ischia.

Sein Werk zählt zu den ältesten schriftlichen Zeugnissen über das Wohlbefinden der Haut und machte Nitrodi zu einem der bedeutendsten Thermalorte der westlichen Welt.

1588

Die Studien von Giulio Iasolino

In der Renaissance erforschte der Arzt und Anatom Giulio Iasolino die Wasservorkommen der Insel, um ihre Eigenschaften zu verstehen. Unter allen Quellen erkannte er in Nitrodi ein einzigartiges Mineralgleichgewicht.

In seinem berühmten Traktat De' rimedi naturali che sono nell'isola di Pithecusa beschrieb er Nitrodi als eine außergewöhnliche natürliche Ressource für die Pflege und das Wohlbefinden der Haut und verlieh einer bereits jahrtausendealten Überlieferung neue wissenschaftliche Autorität.

Heute

Das Erbe lebt mit Ischia Spaeh weiter

Noch heute tritt das Wasser von Nitrodi im Herzen von Ischia mit natürlichen 28 °C zutage und bewahrt dabei seine wertvolle Mineralzusammensetzung.

Ischia Spaeh ist entstanden, um dieses einzigartige Erbe zu bewahren, und macht aus einer über zweitausend Jahre alten Überlieferung eine tägliche Pflege mit aktivem Thermalwasser, das direkt an der Quelle geschöpft wird.

Denn die Geschichte von Nitrodi gehört nicht allein der Vergangenheit. Sie fließt weiter, Tag für Tag, auf der Haut derer, die sich für sie entscheiden.